Das Präsidium informiert

Liebe Sportfreunde, liebe Mitglieder,

nach einer mehr oder weniger kurzen Sommerpause, in der nicht nur das Wetter immer wieder abwechslungsreich war, beginnt für die meisten von uns die Vorbereitung auf die neuen Spielzeiten, ebenso stehen die Deutschen Meisterschaften in Weinheim und München an. Doch mit dem Cup der Champions und der Verbandsmeisterschaft konnte auch der kurze Sommer mit Kegeln überbrückt werden. Außerdem befasste sich der Gesamtvorstand Ende August mit der Planung für 2018 sowie aktuellen Themen, um auch in Zukunft euren Wünschen und Ansprüchen gerecht zu werden.

Bei der Bayerischen Meisterschaft in Augsburg verteilten wir Fragebögen, in denen anonym Stellung zu verschiedenen sportlichen und organisatorischen Themen bezogen werden konnte. Wir bedanken uns für das interessante und aufschlussreiche Feedback. Über die vielen positiven Antworten, die uns zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, freuten wir uns sehr. ALLE Kritikpunkte werden wir sehr ernst und als Grundlage für Verbesserungen nehmen. Insbesondere die Punkte Mitgliedererhalt und -gewinnung sowie Förderung und Unterstützung der Jugendarbeit in unseren Vereinen sollen zukünftig einen höheren Stellenwert in unserer Arbeit erfahren. Näheres hierzu werden wir in einer der kommenden Ausgabe erläutern.

Einen Punkt können wir heute schon abhaken – nämlich die Diskussionen über die Kegelanlage in Augsburg. Nach den diesjährigen Erfahrungen entschlossen wir uns, euch und uns diese Rahmenbedingungen nicht mehr zuzumuten. Mit zwei Anlagen in Regensburg haben wir eine aus unserer Sicht mehr als gute Alternative gefunden, auch wenn unter Umständen Mehrfachstarter zwischen den Anlagen pendeln müssen. Das ist durch den Blockstart aber vernünftig zu regeln. Da wir in Regensburg mit insgesamt 14 Bahnen nicht ganz die Kapazitäten von Augsburg ersetzen können, werden wir dort die Mannschafts- und Tandemwettbewerbe austragen. Die Jugend wechselt zu den Einzeln und Paaren, die 2018 wieder mal in München starten werden.

Apropos Blockstart – dieser bewährte sich aus unserer Sicht in der Praxis noch besser als in der Theorie erhofft. Auch die Rückmeldungen vieler Teilnehmer zeigten uns, dass dies auch von euch sehr gut angenommen wurde. Natürlich werden wir zukünftig darauf achten, die Disziplinen von Jahr zu Jahr variabel zu terminieren, sodass die Spieltage bzw. Tageszeiten der Disziplinen sich nicht ständig wiederholen.

Ein großes Thema in diesem Jahr war das Alkoholverbot bei unseren Wettkämpfen. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Aufregung zu diesem Thema überrascht. Wenn Aktive auf einen Start bei Meisterschaften verzichten, weil sie vor und während des Wettkampfes keinen Alkohol trinken dürfen, dann stellen sich bei mir ganz komische Gedanken über diese „Sportler“ ein. Ich möchte diesem Thema grundsätzlich nicht mehr Bedeutung geben als ihm zusteht, jedoch noch einmal erklären, warum es hier für uns keine Alternativen gibt.

Wenn sich ein Sportler bei unseren Meisterschaften unter Alkoholeinfluss verletzt (Ich spreche hier nicht von kleinen Schrammen, sondern von Verletzungen mit bleibenden Schäden oder gar Todesfällen, was Gott verhüten möge), dann wird von Amts wegen gegen den Veranstalter ermittelt werden. Regressansprüche hat der Verantwortliche, sprich derjenige, der die Teilnahme zugelassen hat, privat zu tragen. Es tut mir leid, aber ich bin nicht bereit, für das Fehlverhalten anderer verantwortlich gemacht zu werden. Und ich bin sicher, dass jeder von euch es genauso wenig ist.

Wie überall sind es ein paar Wenige, die sich nicht an die Regeln halten können oder wollen und wir können auch nicht jeden selbst „überprüfen“. Deshalb sind wir dankbar, wenn Sportkameraden mit offenen Augen uns diesbezügliches oder anderes Fehlverhalten mitteilen. Gar kein Verständnis bringe ich denen gegenüber auf, die nun von „Verrat“ und „Verpetzen“ sprechen! Das Fehlverhalten hat immer noch derjenige begangen, der sich nicht an die Regeln hält! Hier ist das „Wegschauen“ und „Übersehen“ von Fehlverhalten ebenfalls ein Fehler und unsportlich gegenüber allen, die sich an die Regeln halten!

Klar stellen möchte ich an dieser Stelle jedoch auch, dass dieses Verbot nur für Aktive vor und während des eigenen Spiels gilt und nicht für Zuschauer oder Aktive, die am selben Tag keinen Wettkampf mehr zu bestreiten haben.

Zum Cup der Champions kam heuer erstmals die Diskussion auf, warum hier Frauen in Männermannschaften starten dürfen. Man hat uns sogar vorgeworfen, dass wir dies entgegen der Sportordnung zuließen, also gegen unsere eigenen Regeln verstoßen würden. Wenn wir weiterhin allen Mannschaften der Kegelvereinigungen Bayerns den Start ermöglichen wollen, dann gilt hier der in der Sportordnung explizit für den Cup der Champions aufgeführte Satz, dass alle in der Vorsaison in dieser Mannschaft spielberechtigten auch hier spielberechtigt sind. Wenn nun in einer Spielrunde Frauen in einer Männermannschaft spielberechtigt sind, dann eben auch beim Cup der Champions. Um dies jedoch für alle verständlich zu machen, haben wir diesen Passus in der Sportordnung neu, hoffentlich eindeutiger, formuliert.

Ein weiterer Punkt, der in dieser Saison für Diskussionen sorgte, war die Regelung zum „rauf“ und „runter“ kegeln. Vereine mit mehr als einer Mannschaft in einer Disziplin mussten im Bezirk durch Nummerierung die Reihenfolge festlegen. Bisher konnten dann die Aktiven einer „ersten“ Mannschaft nicht in einer „Zweiten“ eingesetzt werden, selbst wenn die Erste bereits ausgeschieden war. Diese Einschränkung fällt ab 2018 weg (Ausnahme Bayernpokal, der unverändert bleibt). Nun ist es den Vereinen überlassen, die Mannschaften aus dem eigenen Spielerpool zu besetzen. Die Regelung, dass von der BM zu DM max. zwei ausgetauscht werden können, gilt jedoch weiterhin.

Ebenfalls zu Diskussionen führte die Tatsache, dass alle fünf Starterinnen in der Disziplin „Frauen C“ die Qualifikation zur DM erreichten. Hier sei ein extremes Missverhältnis zu den anderen Disziplinen gegeben. Stimmt! Die Hintergründe liegen sowohl an den Quoten für die DM als auch an den geringen Starterzahlen in den Bezirken. Um dieses Missverhältnis zu lösen, hätten dieses Jahr entweder alle 10 Starterinnen aus den fünf Bezirken bei der BM starten müssen, was wiederum zu Lasten der Starterzahlen anderer Disziplinen gegangen wäre. Oder wir hätten verfügbare Plätze bei der DM nicht nutzen und weitergeben müssen.

Die geringen Starterzahlen in den Disziplinen können wir nicht beeinflussen. Allerdings werden wir die großen Unterschiede zwischen den stärksten und schwächsten Bezirken ausgleichen. Ab 2018 werden die Bezirke Unter- und Mittelfranken zu einem Bezirk zusammengefasst, wie es mit dem Bezirk OFR/OPF und OBB/NDB bereits in zwei Bezirken der Fall ist. Die Disziplinen werden aufgeteilt auf zwei Ausrichtungsorte, einem in Mittelfranken und einem in Unterfranken. Damit sind die Ergebnisse in den Disziplinen vergleichbar und die Fahrten für alle gleich verteilt. So erhalten wir wieder einen „normalen“ Bezirk mit vernünftigen und vergleichbaren Starts in der Größenordnung von Schwaben und OPF/OFR. Die Verteilung für die BM errechnet sich dann nur noch aus vier Bezirken, womit der „neue“ Bezirk MFR/UFR vergleichbare Quoten zu den anderen Bezirken erhält. Dort, wo heuer in MFR und UFR ein Vizemeister nicht mehr weiterkam, weil auf Grund der wenigen Starts nur der Erste zur BM durfte, wird zukünftig auch ein Dritter oder gar Vierter die Chance zum Weiterkommen haben.

Der Bayernpokal ist jedes Jahr Thema unserer Sommersitzung. Auch heuer musste die Spielleitung viel zu oft in die Terminabsprachen zwischen den Mannschaften eingreifen und vermitteln. Die Kontaktaufnahme gemäß Spielordnung klappt nur in den seltensten Fällen und am Ende haben beide nicht regelkonform reagiert, sodass es auch keinen Alleinschuldigen gibt. Dagegen gab es bei den Gruppenspielen diesbezüglich keine Probleme. Hier wurden vorab feste Spieltermine von uns festgelegt und nur wenn eine der beiden Mannschaften mit diesem Termin ein Problem hatte, musste diese Kontakt aufnehmen. Ansonsten wurde das Spiel eben zum festgelegten Termin durchgeführt. Diese Terminvorgabe funktionierte offensichtlich sehr gut. Es ist für die Mannschaften offensichtlich einfacher, einen vorgegebenen Termin zu wahren, als die freie Wahl, wo man erst mal die eigenen Leute abfragen und dann das Ergebnis auch noch mit den gegnerischen Wünschen in Einklang bringen muss. Trotzdem lässt dieses System den Beteiligten genügend Spielraum. Deshalb werden auch die Rundenspiele der K.O.- Phasen im kommenden Jahr feste Spieltermine erhalten.

Insgesamt versuchen wir stets mit den Änderungen den Belangen und Anliegen der Vereine und unserer Mitglieder Rechnung zu tragen. Sollten Neuerungen mal nicht so greifen, wie wir das erwarten, haben wir auch kein Problem, dies wieder zu ändern. Wir hören zu, wenn Probleme an uns gerichtet werden und versuchen, hierfür allgemein stimmige Lösungen zu finden und diese auch nachvollziehbar zu formulieren. Ich kann an dieser Stelle nur dazu auffordern, sich mit der zu Beginn eines Jahres neu erstellten Sportordnung zu befassen, um stets „Up to date“ zu sein. Für weitere Fragen steht das Präsidium, natürlich im Speziellen unsere Sportdirektorin Marion Gloßner-Fuchs jederzeit zur Verfügung.

Es grüßt herzlichst

Harry Richter

Vizepräsident der VBFK e.V.